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Dieser Abschnitt ist der Hilflosigkeit gewidmet

 

Und wenn Du denkst es geht nicht mehr

 Der berühmt - berüchtigte Satz... und wenn du denkst es geht nicht mehr, so kommt von irgendwo ein Lichtlein her, ist dir sicher auch schon begegnet. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass du, wenn du in einem Tief steckst, mit diesem kindlichen Satz nicht viel anfangen kannst. Oft sind es ja Fakten die uns über den Kopf wachsen. Wir fühlen uns in vielen Situationen ausgeliefert und ohnmächtig. Vielleicht bist du grad sooo was von allein. Es kann auch sein, dass Krankheit dich plagt oder Arbeitslosigkeit dich eingeholt hat. Gegen all diese oder andere Schicksale gibt es ja keine Impfung oder etwas in der Art. Wie also kann da ein Lichtlein von irgendwo herkommen, wenn solche oder andere Tatsachen dich, mich oder jemand anders einholen. Was helfen uns da noch solche Sprüche....

Nix is fix...

Im Grunde ist es nicht der Spruch der hilft. Er erinnert höchstens an eine segensreiche Tatsache: Im Menschsein ist nichts fix. Jeder Moment ist neu..und das entspringt nicht irgendeiner wissenschaftlichen These, sondern dies beobachtet der gesunde Menschenverstand. Ich kenne auch keine Möglichkeit wie jemand eine Arbeitsstelle basteln oder sich seinen Traummann backen könnte. Schicksale geschehen, wie gesagt, dagegen ist kein Kraut gewachsen. Was aber ins vergessen gerät ist welches Potential in uns schlummert. Wir verfügen über grosse Kräfte, unglaubliche Kreativität mit Situationen umzugehn und ein tiefes inneres Wissen, wenn wir uns nicht mit Kampf gegen das was ist blockieren. Früher haben die Urvölker schlechtes Wetter als Bestrafung für ihr Verhalten gesehen. Wenn es zu lange kein Regen mehr gab, brachten sie ihre Opfergaben dar und stimmten so ihren Gott gnädig. Irgendwann wechselte für einige Zeit das Wetter in ihrem Sinne und sie fühlten sich erhört. Wenn du jetzt deine Gefühle symbolisch als eine Wetterlage siehst, kannst du den Urmenschen in dir erkennen. Du siehst dich möglicher Weise als Opfer von äusseren Umständen und kannst symbolisch gesehen, noch so manches Lamm opfern...dein Gefühlswetterlage ändert nicht....vorallem dann nicht wenn du es unbedingt willst...Wenn du schwarz siehst, traurig oder wütend bist, dich ohnmächtig fühlst, ist dies ja noch nicht das Problem. Ich kenne keinen Menschen der dauerhaft glücklich, freudig und aufgestellt ist. Meines Wissens ist das Leben so angelegt dass wir Menschen uns auch traurig, wütend, ohnmächtig, ausgeliefert und noch vieles mehr fühlen. Das Problem könnte sein, dass du dich jetzt grad der Situation ausgeliefert fühlst und keine Ahnung hast wie du sie ändern könntest. Du musst nicht die Situation im jetzt ändern...weil du es auch gar nicht kannst.

So Sein lassen wie es ist

Als erstes ist es in diesem einzigartigen Moment ganz einfach so wie es ist. Dies möchte doch einfach mal gefühlt werden. Oftmals verdrängen wir unser Empfinden, stecken bildlich beschrieben das unangenehme Gefühle ins Archiv, um eben dieser Intensität des Augenblicks auszuweichen und befreien uns scheinbar vor unangenehmen Situationen und Gefühlen. Ist es da erstaunlich, dass wir zu Dampfkochtöpfen werden? Wenn dass Fass voll ist, oder sprich das Archiv überfüllt ist, geschehen Überreaktionen. Wir bewerfen unsre Liebsten mit Schimpfwörtern , welche wir bei klarem Bewusstsein nie sagen würden oder verteilen Ohrfeigen welche uns vorallem im nachhinenin im Herz schmerzen. In unserem neben uns sein, werden wir in irgend einer Form gewalttätig gegen uns oder andere. Schwarzsehen, Dauerfrust ist ein mögliches Resultat Es gibt ja unzählige Möglichkeiten..es bleibt die Frage was tun? Nochmals, das was sich dir jetzt zeigt will gefühlt werden und damit Raum haben, oder einfacher gesagt dasein dürfen. Es will nicht grösser gemacht werden, es will nicht kleiner gemacht werden, es will nicht verdrängt werden....es will einfach genau so wie es sich zeigt da sein dürfen. Viele werden sich denken, was ich jetzt zuletzt gebrauchen kann sind weise Sprüche...Trotzdem kann ich es an dieser Stelle nicht unterlassen diesen berühmten und so einfachen Satz zu erwähnen: Es ist wie es ist...

Ge-lassen-heit

Nun ob der Satz weise ist kann ich nicht beurteilen. Mein gesunder Menschenverstand gesteht aber ein, wenn es mir schlecht geht ist es halt so, egal wie ich damit umgehe. Ich kann mich stets als unverstanden, nicht geliebt oder als zweitrangig fühlen. Ich kann mein Leben lang um Anerkennung oder irgend etwas anderes kämpfen. Ich kann auch nur noch funktionieren, frustriert sein oder resignieren. Ich kann auch Verantwortung für mich tragen, mein Leben in die Hände nehmen und einen Weg suchen oder erforschen wie ich was ändern kann. Es drängt sich mir auf, eine berühmte Bitte an das grosse Ganze in unserer Kultur als Gott bekannt, zu zitieren. Diese Bitte lautet:

"Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich zu ändern vermag, und gib mir die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden."

Präsent sein

Natürlich kannst du dir nun die berechtigte Frage stellen und wie soll ich das anstellen. Tja, wahrscheinlich ist es eine Gnade, wenn dieses Gebet erhört wird....und doch habe ich das Gefühl, das wir begünstigende Umstände schaffen können. Es ist nicht einmal kompliziert. Um deine Situation erfahren zu können musst du logischer Weise präsent sein...Was heisst präsent sein? Vielleicht hilft es dir, wenn du dir deinen Körper als Haus vorstellst. Der Kopf, der Sitz des Verstandes könnte zum Beispiel die Bibliothek sein... Wenn du dich jetzt im Verstand(Bibliothek) einsperrst, wie willst du den Liebe fühlen? Sie, die Liebe, ist ja im Herzen daheim. Also leuchtet uns allen ein, wenn du dich im Verstand(Bibliothek) einsperrst, kannst du die Liebe im Herzen, also im Esszimmer, in meiner Symbolik vom Körperhaus (weil Liebe nährt), logischer Weise nicht fühlen. Im ganzen Körperhaus präsent sein, also ganz simpel gesagt den Körper fühlen, eröffnet dir die Möglichkeit auch das wahrzunehmen was da ist . Wie gesagt, im Verstand, also im Kopf, kannst du keine Liebe fühlen. Das Herz ist der Raum der Liebe. Natürlich kann sich auch ein Herz schmerzvoll anfühlen. Dies ist allerdings immer die Reaktion auf etwas...genauer gesagt die Reaktion auf Gedanken..zum Beispiel Überzeugungen wie: Damit ich liebenswert bin muss ich etwas leisten.... Ich muss immer das Beste geben und das macht mich beliebt.... Wenn ich nicht dick wäre würde ich meinem Traummann begegnen.... Ich muss andere glücklich machen und so werde ich geliebt...die Liste kann endlos ergänzt werden. Nur ob diese Überzeugungen der Wahrheit entsprechen? Ob diese Sätze aus der tiefe des Herzens entspringen? Es ist zumindest erforschenswert woher diese Überzeugungen stammen. Die Grundlage ist jetzt in diesem Moment von Kopf bis Fuss und alles was dazwische ist...hier zu sein. Den Körper zu fühlen. Viele Menschen gehen gerne in die Natur um abzuschalten...Es lohnt sich zu erforschen, was will den abgeschaltet werden? Das Denken..? Das Denken muss definitiv nicht abgeschaltet werden. Da wir ja glücklicher Weise nicht auf den Köpfen umher gehen, reicht es voll und ganz während des denkens auch den Körper zu fühlen. Den Boden der uns trägt wahrzunehmen, den Duft der Natur zu atmen...und das Blümchen am Strassenrand zu sehen. Es ist möglich gleichzeitig zu denken...und mit alledem zu sein...

Körperhaus mit vielen Zimmern

Wenn ich mich aber im Schmerz einsperre und so die Wahrnehmung zu mir als Ganzes und damit auch zu meinem Körper verliere, beginnt Leiden. Wenn ich mich im Leiden einsperre ist es schwer die Kraft und die Liebe in mir, die natürlicher Weise jeder Mensch hat, wahrzunehmen. Kraft und Liebe tragen mich ja durch die Situation in diesen schwierigen Momenten.

Dieses Einsperren in einem Gefühl, egal welcher Art, nenne ich einsperren in einem Körperzimmer. Dies ist mein Bild zu einem blockierten Zustand. Zu erkennen, jetzt bin ich blockiert, also eingesperrt, ist der erste Schritt.

Als zweiter Schritt auf unsere Forschungsreise empfehle ich darauf zu achten, dein Körperhaus auch wirklich GANZ zu fühlen und deine vielen Zimmer in dir zu lüften. Klingt das kompliziert? Ich habe die Erfahrung gemacht etwas einfaches zu beschreiben wirkt oft sehr kompliziert. Machs halt einfach mal...

Stellt sich dir die Frage wie du deine vielen Körperzimmer lüften kannst? Atme 3 mal tief ein und aus...ganz langsam und bewusst. Beobachte dabei dein Körper. Schon nach 3 Atemzügen hat sich etwas geändert...Du hast für einen kurzen Moment den Fokus von deinem Thema, welches dich belastet weggenommen und deinem Atem deine volle Aufmerksamkeit gegeben. Dies schafft schon ein wenig Distanz und aus diesem zaghaft neuen Fluss entwickeln sich Impulse und Möglichkeiten wie es weitergehen kann...

Fühlen, spühren, ...

In diesen Ausführungen, darf ich unter keine Umständen das Wurzelzimmer unerwähnt lassen. Wenn ich präsent da bin, spüre ich auch meine Füsse die mich tragen und erinnern mich an meine Wurzeln in mir. Wenn auch der Lebenssturm tobt, bin ich mit meinen tiefen Wurzeln im Kontakt und kann dadurch natürlicherweise vertrauen. Nur schon aus dieser Grundhaltung heraus verhalte ich mich ganz anders. Schöne Theorie sagst du? Klingt gut und einfach, aber wie leben? Da dies der Kopf fragt, die inneren Wurzeln aber eher über die Füsse wahrzunehmen sind rate ich dir entspanne erstmal ganz in dein Körper, und spüre sie, die Füsse. Nicht an die Füsse denken, sondern sie wirklich spüren, bewege sich doch einfach, berühre sie, lass sie dir massieren oder mach ein Fussbad. Atme immer wieder mal tief...und lass dich einfach auf dieses Experiment ein, ohne es analytisch anzugehen. Du kannst ja nach der Erfahrung analysieren...Mach dir einfach Schritt für Schritt deinen ganzen Körper bewusst vom grossen Zehen über den Fuss, Unterschekel, Oberschenkel, dein Schritt, dein Bauch der sich beim Atmen hebt und senkt, dein Magen, deine Lunge, dein Herz das klopft, dein Rücken, dein Hals, dein Gesicht, dein Mund und Rachenraum und spüre dein Hinterkopf. Vielleicht wirst du staunen, wie du unbewusst deinen Hintern zusammenkneifst, deinen Bauch einziehst oder sogar unbewusst auf die Zähne beisst...Spüre den Boden oder die Unterlage die dich trägt. Nochmals solltest du eine Stelle nicht wirklich fühlen bewege oder berühre die betreffende Körperstelle. Es kling ja so aufwendig...Ist nicht allein die Tatsache, dass wir wieder lernen müssen unseren Körper zu spüren ein Grund wirklich innezuhalten? Es ist ja nicht so, dass wir es uns antrainieren müssen unseren Körper zu spüren. Es ist eher so, dass wir es uns abtrainieren dürfen ihn nicht zu spüren. Es hat ja schon was den Körper freiwillig wieder zu erforschen und nicht darauf zu warten, bis er uns zwingt ihn zu spüren zum Beispiel mittels Beschwerden...Natürlich sage ich nicht, dass Menschen die natürlicher Weise ihr Körper spüren, nie krank werden..Erfahrungsgemäss ist es aber in diesen Momenten sehr hilfreich in dieser Präsenz zu sein....

... zum Vertiefen

Du musst nicht die Situation im jetzt ändern, weil du es auch gar nicht kannst. Als erstes ist es in diesem einzigartigen Moment ganz einfach mal so wie es ist. Dies möchte ganz einfach gefühlt werden.

Als zweiter Schritt auf unsere Forschungsreise empfehle ich darauf zu achten, dein Körperhaus auch wirklich GANZ zu fühlen

Als dritter Schritt diese Bitte in die Situation schicken und sich damit bewusst ins jetzt einzutauchen:

Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich zu ändern vermag, und gib mir die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden..

Es gibt ja nie nur einen Weg um sich mit einer Problematik auseinanderzusetzen. ausserdem wäre es ein gröberes Missverständnis falls du aufgenommen hast du müsstest es allein schaffen..Darum geht es nicht. Das göttliche Buffet ist gedeckt und hat für jeden genau das Richtigeund. Um zu erfahren was mir jetzt gut tut muss ich ja erstmal da sein, präsent sein...hat was...

   

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