Meditation  

   

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Meditation aus meiner Sicht

Erinnerungen

Ich erinnere mich sehr gut an meine ersten Gehversuche zum Thema meditieren....budhha kerzen Ich lernte diese Form von sich zentrieren während einer Ausbildung bei Gerd Ziegler kennen. Mit einem Schmunzeln erinnere ich mich daran, wie er uns einlud, die Gedanken wie Wolken an uns vorüberziehen zu lassen. Ausserdem bot er uns die Möglichkeit an, die Aufmerksamkeit immer wieder auf den Atem zu lenken, um uns nicht in den Gedanken zu verlieren. Es ginge nicht darum irgend etwas zu erreichen.
Er hatte ja so recht. Nur hätte er mir damals gesagt ich solle nicht an einen rosa Elefanten denken, wäre dies für mich genau so unmöglich gewesen. Ich sass also in einem Kreis von Menschen, welche mit geschlossenen Augen diesen Anweisungen scheinbar folgten. Ich sah die Teilnehmer die da sassen und blinzelte, um meine Lage im Griff zu haben und natürlich um es richtig zu machen.... und sah mich vor eine unlösbaren Aufgabe gestellt. Ich gab mir ja so Mühe mich auf meinem Atem zu konzentrieren, nur war es ein Ding der Unmöglichkeit meine scheinbar eingebauten Lautsprecher die an meine Gedanken angeschlossen waren, zu ignorieren oder eben gehorsam vorbeiziehen zu lassen.

Meditation als Lebenshaltung

Zum Glück machte Gerd Ziegler uns auch bekannt mit sogenannten aktiven Meditationen, wo wir erst während ungefähr 40 Minuten körperlich in Bewegung waren und erst danach in Stille eintauchten. So konnte ich mich Schrittweise auf meine innere Stille einlassen... Inzwischen ist Meditation für mich nicht mehr ausschliesslich eine Art oder ein Hilfsmittel um mit Stille in Kontakt zu kommen, sondern eine Haltung die ich in meinem Leben immer noch tiefer einlade. Stille ist ja nicht weg, auch wenn es scheinbar laut ist, sei es in meinen Gedanken oder äusserlich. Offensichtlich sind wir Menschen multifunktionel, das heisst fähig, gleichzeitig zu denken, reden, arbeiten und die Stille als Boden von all dem wahrzunehmen. Es ist wie ein Meeresgrund der ruhig ist und gleichzeitig seine Wellen an der Oberfläche wahrnimmt. Das Meer muss ja nichts tun um dies zu erreichen. Es ist ja einfachso...So wie Stille und Aktion in unserem Leben eben auch...
meerVon meiner Struktur her bin ich ein aktiver Mensch und es war mir unvorstellbar, dass ich im Alltag irgendwo Zeit einbauen sollte um der Stille in mir immer noch tiefer zu begegnen. Für mich war es zu Beginn mit Disziplin verbunden der Stille in mir Aufmerksamkeit und damit Raum zu geben und eine Form zu finden mich damit auseinander zu setzen. Ich ging weiter in Seminare bei Gerd Ziegler und mein dran bleiben in dieser Form änderte meine Beziehung zu Ruhe, Stille und Frieden.
Ruhe Stille und Frieden sind ja nicht ausschliesslich Zustände. Es ist ganz einfach der Meeresboden in uns, welcher ja stets da ist.
Niemand der einen Sonnenuntergang am stillen Meer sitzend bewundert, würde behaupten, dieses Meer habe keinen Meeresgrund, sonst würde man ihn ja sehen... Auch beim Beobachten von einem rauhen Wellengang, käme niemand auf die Idee den stillen Meeresgrund , der gleichzeitig auch da ist, abzustreiten. Auch ohne ständig daran zu denken, dass da ein Meeresgrund ist, wissen wir ganz einfach, dass da einer ist. So ist es mit unserem bewegten und unserem stillen Dasein auch... Unsere Wahrnehmung dazu ist oftmals eingeschränkt.

Sei wer Du bist

Es kommt mir so vor, wie bei einem Affen, welcher die ganze Zeit mit Menschen verbrachte und nun nach einigen Jahren für die freie Wildbahn vorbereitet wird, welche ursprünglich ja sein Zuhause ist. Er muss erst lernen wieder ein richtiger Affe zu sein, also seine wahre Natur zu leben, um zu Überleben...Solange der Affe wie ein Mensch sein möchte, hat er ein Problem. Sobald er einfach ist wer er ist, kann er nicht verhindern ein Affe zu sein. Bei uns Menschen ist es nicht anders. Solange wir jemand anders sein möchten als wir sind, ist Leiden und Unzfriedenheit ein treuer Begleiter. Entdecken zu dürfen, einfach zu sein wer wir sind ohne Rollenspiele, ganz authentisch, ist dermassen befreiend! Wenn wir ganz ehrlich sind halten wir unsere Rollenspiele auf die Dauer auch nicht aus. Es geht an unsere Kraft. Das Leben führt uns in Situationen wo wir auf uns zurückgeworfen werden...Es besteht aber auch die Möglichkeit von Beginn an bei sich und nicht neben sich zu sein... Einkehr, Rückzug, Innehalten, also Meditation, ist dabei eine kostbare Unterstützung.
Nun stellt sich die Frage, wer bin ich den? Ein Mensch. Ok...und wie ist die wahre Natur eines wahrhaftigen Menschen? Es ist ja überall nachzulesen, dass wir Menschen nicht unser wahres Potential leben. Allein schon unser Gehirn scheinen wir nicht voll auszuschöpfen. Jeder Mensch hat ein Herz. Ist deshalb automatisch Liebe da? Wie sieht also ein blockadenfreies Leben aus? Da gibt es soviele Fragen und spannend wird es, wenn sich Antworten aus der Stille heraus bilden... 

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